
Es ist schon seltsam, welche Wege das Leben so geht. Da hatten Isabell und Patricio Monty einfach nur auf ein ruhiges Seniorenleben mit reichlicher Rente gehofft und plötzlich stehen sie mit ihren minderjährigen Enkelsöhnen da...

Während Romeo äußerlich gefasst sein Schicksal als Vollwaise zu ertragen scheint, ist sein großer Bruder Mercutio mehr mitgenommen als es seiner Stellung als Erbe der Familienehre angemessen ist. Nicht einmal der traditionelle Job als Pizzabäcker erfüllt ihn noch mit Freude und Stolz.

Dass es dennoch einen Menschen gibt, der auf Mercutios Gesicht ein glückliches Lächeln zaubern kann dürfen seine Großeltern und Bruder Romeo eigentlich nicht wissen - handelt es sich doch gerade um Miranda Capp - älteste Tochter der ältesten Tochter von Consort Capp, dem größten Feind der Montys (wie diese Feindschaft ihren Ursprung fand ist nicht mehr bekannt, böse Zungen behaupten einen Grund hätte es nie gegeben). Zwar gehören Miranda und ihre Familie definitiv nicht zu den Lieblingssprösslingen des Capp-Clans, aber trotzdem ist ein solcher Umgang natürlich nicht standesgemäß.

So kommt eines Tages war kommen muss und Patricio trifft tatsächlich Miranda in SEINEM Haus und in einer verfänglichen Situation mit SEINEM Enkelsohn an... Seine Begeisterung ob dieses Gastes hält sich denn auch in Grenzen.

Nach diesem Vorfall verlegt sich das greise Familienoberhaupt darauf, die Eingänge des Hauses ständig zu bewachen, damit sich nicht nocheinmal ein Capp-Sprössling an seine unschuldigen Enkelsöhne wagen kann.
Nur Isabell fällt auf, dass sich Mercutio immer mehr zurückzieht. Ihrem Ratgeber "Jeder Teen kann lachen lernen" entnimmt sie, dass Liebesglück gar nicht immer nur die Familienehre berücksichtigen muss, eine ziemlich revolutionäre aber dennoch interessante These.

So kommt es, dass sie beschließt, sich selbst ein Bild zu machen. Nur wenige Tage später tritt nämlich genau das ein, was sie schon vorausgesehen hat, Patricio wird nach 72 Stunden ohne Schlaf von selbigem übermannt. Diese Gelegenheit nutzt die alte Dame um Miranda einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Tatsächlich stellt sich die kleine Capp als lange nicht so schlimm wie ihr Großvater heraus. Im Stille muss Isabell auch zugeben, dass sie der Fehde schon lange nicht mehr viel abgewinnen kann - irgendwie wird es auf die Dauer wirklich langweilig, immer nur sich gegenseitig anzuwüten und Mülltonnen u mzuschmeißen ärgert Leute mit Butler auch kaum (dafür die Butler, aber die sind ja nicht die gewollten Opfer).

Wie allerdings bringt frau nun Patricio dazu, der kleinen und Mercutio eine Chance zu geben? Am sichersten ist es, wenn Sympathie durch den Magen geht - bisher haben solche Essen immer funktioniert. Glücklicherweise hat der Clanchef an seinen Wachetagen auch auf die Mahlzeiten verzichtet und der dadurch entstandene Hunger würde ihn vermutlich auch eine Pizza mit Consort persönlich teilen lassen.

Still in ihrer Küche freut sich Isabella über ihren Plan. Es scheint doch Erfolg gezeigt zu haben, Miranda und Patricio zusammen zu bringen.

Und wirklich, zwar verweigert Patricio die nächsten Tage jede Kommunikation mit seiner Angetrauten, aber immerhin gibt er die Wache auf - und als Isabella zum Schein versucht, sich über Miranda aufzuregen, wird sie von ihrem Mann schnell wieder zur Ruhe gebracht. Die kleine Capp sei ja gar nicht so schlimm (für eine Capp) und sie (Isabella) solle doch endlich einmal über ihren Schatten springen - immerhin habe Miranda nicht wirklich viel Kontakt zu ihrem widerwärtigen Großvater...

So findet Mercutios Liebe ein gutes Ende - im Stillen hofft Isabella allerdings, dass sich Romeo für ein Mädchen erwärmt, das nicht den Namen "Capp" trägt...