
Als Teenager hat man es schon schwer, diese Erfahrung muss auch Melody Tinker machen. Allem anderen voran sind ihre Eltern einfach peinlich, allerdings nicht nur in ihren Augen, sondern ganz objektiv gesehen.

So schaffen es Wanda und Stephan immer wieder, den Herd in Flammer stehen zu lassen, meistens weil sie wieder die selbsthärtende Knetmasse aus der man so lustige Männchen basteln kann im Ofen vergessen haben...
Melody denkt ernsthaft darüber nach, den Feuerwehrmann gleich einziehen zu lassen...

Wanda hat zwar fraglos ein gutes Herz, aber es Melody findet es seltsam, dass ihre Mutter für streunende Kätzchen (und derer gibt es viele hier) alles stehen und liegen lässt. "Normale" Mütter tun wenigstens so, als würden sie sich für die Schulleistungen ihrer Kinder interessieren.

Dafür ist Wanda immer gut informiert, was aktuelle Soaps angeht. Bestimmt würde sie gerne mit Melody darüber reden, aber nichts ist schließlich peinlicher als eine Mutter, die lautstark über viertklassige Stars und deren Affairen spekulieren.

Doch auch Stephen findet keine Gnade vor den Augen seiner Tochter. Immerhin ist er fest entschlossen Karriere zu machen - aber als Spielzeugbauer... Wie uncool, die Väter von anderen Teens sind wenigstens Superbösewicht oder verrückter Wissenschaftler. Aber Spielzeug bauen und dann noch mit der fadenscheinigen Begründung, dass das die Kinder (welche Kinder bitte???) freut - unmöglich.

Melody selbst hat da deutlich vernünftigere Wünsche. So träumt sie davon, an einer althergebrachten Privatschule ganz von vorne zu beginnen. Dass der Direktor einfach zum Essen aufkreuzt und die Familie "testen" will, war aber nicht ganz ihr Plan - und dass bei ihren Eltern...

Blöderweise lässt sich der Direktor auch nicht davon abbringen, das Haus zu betreten um die Eltern kennenzulernen... Ein solches Treffen wäre "traditionskonform" (was auch immer das heißen mag).

Immerhin kann niemand behaupten, dass sich Stephen und Wanda nicht Mühe geben. Stephen hat sich extra seinen liebsten Schlafanzug angezogen, leider hat der Direktor weder Interesse an diesem, noch an Stephens durch Spielzeugbau gestählten Muskeln.

Nicht einmal das Essen mundet ihm, dabei handelt es sich doch um ein uraltes Familiensuppenrezept...
Es kommt wie es kommen muss - der Direktor hat kein Interesse an der Tochter von zwei fröhlichen Spielzeugmachern.

Ehrlich gesagt könnten sich die Tinkers das Geld für die Schuluniform ohnehin nicht leisten. Spielzeuge müssen ja auch getestet werden und da sich Melody standhaft weigert Babyspielzeug zu testen, hat Wanda kurzerhand zwei neue Famlienmitglieder zur Welt gebracht. Linus und Linnea sind ihre Eltern zumindest noch nicht peinlich.

Auch der Laden ist inzwischen eröffnet worden und Wanda und Stephen sehen sich vor einer großen Karriere... Es muss nur schnell damit gehen, hat sich doch ganz ungeplant noch ein weiterer Sprössling angekündigt, der auch zumindest ein Bett benötigen wird.

Melody wird es hingegen deutlich zu viel mit ihren Eltern und deren seltsamen Unternehmungen. Vielleicht gibt es ein Leben frei von Peinlichkeit auf einem fremden Raumschiff - probieren will sie es auf jeden Fall...