
Essen, das ist das, was die Geschwister Capp wenigstens noch verbindet, zumindest ist das die unumstößliche Meinung von Hermine, der jüngsten der drei Geschwister, die seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Consort leben. Unaufhörlich versucht sie so, immer wieder ihre Geschwister durch besonders liebevoll gestaltete Mahlzeiten aufzuheitern.

Ihr älterer Bruder Tybalt kann diesen Aufwand leider nur sehr eingeschränkt schätzen. Anstatt für die bunten Brote interessiert er sich eher für das ideelle Erbe seines Großvaters, nachdem seine Eltern nicht mehr leben, versucht er voll und ganz dem alten Herren nachzueifern - als erfolgreicher Geschäftsmann und Juniorenmeister im "Scheinboxen". Wie auch sein Großvater hasst er die Familie Monti, zu schlimm, dass gerade Romeo Monti seiner Schwester Juliet mit unglaublicher Ausdauer den Hof macht. Tybalt hat geschworen, ihn zu verjagen, doch bisher ist er nicht wirklich erfolgreich.

Juliet hingegen sind die Vorstellungen ihrer Geschwister einfach viel zu viel. Immer öfter zieht sie sich an den einzigen Ort zurück, an dem sie noch ungestört ist und träumt von einer Karriere im Bildungsbereich mit Romeo an ihrer Seite.

Laut spricht sie allerdings nicht von diesen Gedanken, es würde nur wieder Streit geben und Streit, den haben die drei Geschwister schon wirklich genug, daran ändern auch die Gesichterbrote von Hermine nichts.

Glücklicherweise haben bisher weder Tybalt noch Consort entdeckt, warum Juliet jeden Abend so schnell in ihrem Zimmer verschwindet. Nur Hermine weiß, dass sich die Treffen von Juliet mit Romeo nicht auf Händchenhalten am Nachmittag beschränken...

Warum der junge Monti sich aber nebenher als Mülltonnenumwerfer betätigt, ist sein Geheimnis. Vermutlich wäre Tybalts Wut auf ihn noch wesentlich größer, wenn er wüsste, warum er immer wieder nachts die Überreste der Mahlzeiten entsorgen muss.

Hermine hingegen interessiert sich kein bisschen für von Romeo Monty verursachte Kakerlakenkolonien. Ihre Liebe zur Natur ist eng verbunden mit einem Badetuch und strahlender Sonne, auch wenn Großvater Consort eigentlich das Sonnen im Vorgarten verboten hat, da er nicht nur auf die Karriere seines Enkelsohnes, sondern auch auf den guten Ruf seiner Enkeltöchter Wert legt.

Wenn man allerdings von den heimlichen Treffen mit Romeo absieht, ist zumindest Juliets Ruf rein. Vermutlich ist es die Tatsache, dass ihr Liebster selbst bei wohlwollendster Betrachtung nicht als sonderlich strebsam gelten kann, die das junge Mädchen zu immer ausführlicherer Beschäftigung mit ihren Büchern zwingt. Um einen Mann wie Romeo zu halten, das ist ihr immerhin klar, braucht sie nun einmal guten Job, denn nur erfolgreiche Frauen können ihm den Lebensstil bieten, den er sich wünscht.

Dummerweise lässt sich nicht alles für eine Karriere als Hilfslehrerin notwendige Wissen aus Büchern lernen, was dazu führt, dass Juliet nicht nur einmal den Butler der Familie zu dessen Leidwesen mit Fragen über die beste Entfernung von Kreideresten und Papierkugeln aus Kleidern und Haaren löchert.

Consort Capp hingegen hat tatsächlich auf seine alten Tage noch Sims kennengelernt, mit denen er tatsächlich Zeit verbringt, ohne sofort den Untergang der Montys zu planen. In Denise Jaques scheint er tatsächlich eine verwandte Seele gefunden zu haben, zumindest was die Vorliebe für Ballwürfe im Garten angeht.

Eine solche verwandte Seele sucht Tybalt immer noch. Bisher hat er trotz seines wirtschaftlichen Engagements immer noch nicht zu Freunden gebracht, selbst auf groß angekündigten Partys kommt immer nur Pete Summerdream, der kaum wirklich zählt, da er zum einen mehr Interesse an Hermine als an Gastgeber Tybalt hat und zum anderen als Spätfolge von übertrieben sozialer Erziehung vermutlich jeden Sim besuchen würde um ihm eine Freude zu machen.