Freitag, 2. September 2011

Zimmer mit Ausblick (Familie Traveler)

Wenn man wie Familie Traveler die letzten Jahre auf Reisen verbracht hat, so fällt es nicht immer leicht, sich wieder in das miefige (weil seit eben jenen Jahren ungelüftete) alte Domizil einzuleben. Trent zumindest war wenig begeistert als seine Frau darauf bestand, sich wieder dem Alltag zuzuwenden. Urlaub hatte ihm irgendwie besser gefallen auch wenn das alte Haus doch etwas größer war als die normalen Unterkünfte (mal abgesehen von dem Zelt in Simbu Dabi, das ihnen allerdings aufgrund einer Verwechslung zugesprochen worden war).
Nicht einmal die Meditations- und Yogaübungen der simdischen Gurus halfen gegen sein Unbehagen...


Auf jeden Fall hatten sie in den Hotels nie derart viele Besucher empfangen. Auf Reisen sammelten sich vor den Häusern höchstens die Angestellten - in diesem Fall hatten die Nachbarn nur leider nicht vor, frische Handtücher zu bringen. Immerhin erwarteten sie kein Trinkgeld...


Es lag an der Nachbarschwemme am ersten Tag, dass Travelers sich schnell entschieden, ihr Domizil zu verlagern. Das neue Haus bot deutlich mehr Platz und sogar einen Pool (Tina war schließlich gewohnt, dass sie morgens vor dem Buffetbesuch eine Runde schwimmen durfte), verschlang aber leider nahezu das komplette Vermögen der Travelers...

... so dass für solche Kinkerlitzchen wie Küchentische wirklich kein Geld mehr da war. Dummerweise hatte sich Trent in den Kopf gesetzt, die Karriere als Meeresforscher einzuschlagen und nach dem letzten simlischen Fischsterben waren solche Arbeitsplätze rar. Wenigstens Trish war in ihren Vorstellungen bodenständiger und entschloss sich für eine Karriere als Köchin, damit wenigstens einer in der Familie das Geld verdiente.

Auf der faulen Haut lag Trent dennoch nicht - nur mit der Zucht von Wassertomaten mehr Algenaroma lässt sich im Allgemeinen nicht derart viel Geld verdienen...


Zudem fiel es Travelers schwer, ihre Angewohnheiten ganz aufzugeben. So hatten sie die letzten Jahre ja nun damit verbracht, ihre Abendmahlzeiten in Restaurants zu sich zu nehmen - gut, Restaurants gab es in Auenhausen auch...


... aber der Platzanweiser weigerte sich aus irgendwelchen Gründen, die Rechnung auf die Zimmer- oder wenigstens die Hausnummer zu schreiben, sondern wollte doch tatsächlich sofort Geld sehen. Nicht einmal die Drohung, sich beim Reisebüro über ihn zu beschweren brachte ihn davon ab.

So verging die Zeit und Trents Tomaten wuchsen und wuchsen - auch wenn das Algenaroma leider noch nicht wirklich gut herauszuschmecken war.

Nebenher beschäftigte er sich als Schatzgräber - schon verwunderlich, was man so im eigenen Garten finden konnte...

Am wenigsten Anpassungsprobleme hatte Tina, die insgeheim heilfroh war, endlich wieder längerfristige Kontakte zu Gleichaltrigen pflegen zu können. Vor allem Benedict Monty und Sofia Balduin verbrachten bald mehr Zeit bei den Travelers als Zuhause.


Auch Trish fand bald in Bella Goth eine gute Freundin - demnach musste nur noch Trent davon überzeugt werden, dass es mehr im Leben gab als Urlaub, Löcher im Garten und Algentomaten...