Montag, 22. Juni 2009

Erstens kommt es anders... (Fam. Wan, Fam. Shikibu)


So hatten sich Patricia Wan und Cleo Shikibu das Landleben nicht vorgestellt. In ihrer Lieblingsshow im Fernsehen ("Wundervoller Bauer sucht traumhafte Zauberfrau") war es immer so romantisch auf dem Lande, voller trällernden Vögeln und gutgebauten Bauern - dass Erstere meistens zur nachtschlafender Zeit trällern und Zweitere sich zumeist in der Stadt aufhalten um die dort ansässigen Damen zu erobern, hatte den beiden natürlich niemand verraten.


Auch die versprochenen "freundschaftlichen Kontakte zur aufgeschlossenen Landbevölkerung" erwiesen sich als nicht ganz so wundervoll, aufgeschlossen waren die Dörfler nämlich vor allem den gerade erblühten sehr seltenen Geldbäumchen gegenüber - Nachbarschaftshilfe hatten sich Patricia und Cho anders vorgestellt...


Gut, vereinzelte Männer gab es zwar, allerdings war Gabe O'Mackey definitiv kein muskulöser Bauer - und seine Tochter nicht gerade das, was sich Patricia als "Stieftochter" vorgestellt hatte...


Cho hatte immerhin einen echten "Bauern" aufgetrieben - Leon McGreggor, den einzigen Vollblutbauern von ganz Auenhausen...


... dummerweise erwies er sich als ein Mann von biologisch-dynamischen Prinzipien. Auf jede noch so kleine Bitte um romatische Geschenke durfte Cho sich höchstens anhören, unter welch umweltzerstörenden Bedingungen diese geschaffen wurden.


Nicht einmal der pflichtgemäß angeschaffte "Landhund" hielt was er versprach. Anstatt sich brav und mit niedlichem Lefzenziehen nett vor die Hundehütte zu setzen, erwies sich das Tier als vollkommen erziehungsresistent.


Es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass Patricia sich auch ihre Beziehung zu Gabe etwas weniger "offiziell" vorgestellt hatte - eigentlich arbeitete sie doch noch an einem Plan, Gabes Tochter Jules loszuwerden, nicht an dem das dann hoffentlich freie Zimmer sofort neu zu besetzen...


Wenigstes die "Qualität" von Patricias Arbeitskollegen entsprach ihren Vorstellungen - wohlmöglich allerdings nicht denen von Gabe über die Treue seiner Verlobten, aber das war schließlich nicht ihr Problem.


Ob das Leben mit Emma den Vorstellungen entsprach, darüber waren sich Patricia und Cho allerdings nicht ganz einig. Die Kleine weigerte sich zwar wie in der Werbung jeden Windelwechsel mit einem fröhlichen Glucksen zu begleiten (meistens glucksten eher die wickelnden Sims und das aus Erleichterung), dafür gab es durchaus Bücher, die auf bei ihr anzutreffende Verhaltensweisen aufmerksam machten.