
Kent Capp gehört sicherlich zu den freundlichsten Einwohnern von Veronaville. Niemand darf an seiner Haustür vorbeigehen, ohne sogleich mit Handschlag begrüßt zu werden. Sarah Love zum Beispiel konnte der netten Begrüßung nur durch den deutlichen Hinweis auf die beginnende Vorlesung entfliehen.

Seiner Schwerster Regan gegenüber reagiert Kent allerdings erstaunlich abweisend, zumindest wenn sie ihn auf die Tatsache hinweist, dass es zwar von Ausdauer zeugt, Ewigkeiten auf das richtige Jobangebot zu warten, aber sich ein Kühlschrank nicht wirklich von alleine füllt.
Auch ihr Vorschlag, wenigstens ein bisschen Mülltonnen bei den verhassten Montys umzuwerfen oder Zeitungen zu klauen, stößt auf wenig Gegenliebe.

Derart entstandener Frust muss natürlich irgendwie abreagiert werden - eine Reaktion, die Gatte Cornwell lehrt, die Streitigkeiten zwischen Schwester und (nichtsnutzigem) Schwager zu lieben.

Kent hingegen antwortet auf den Zwist mit Regan nur mit noch mehr Freundlichkeit - erstaunlicherweise gibt es sehr viele Nachbarn, die das Zusammensein mit ihm trotz stinkender Mülltonne (ein Gruß der Montys) genießen können.

Immerhin trägt der "Agressionsabbau" nach einiger Zeit Früchte. Ob John Capp wohl jemals erfahren wird, welcher Tatsache er seine Existenz verdankt?

Kent liebt seinen Neffen, als freundlicher Sim ist das ja sozusagen seine Pflicht und immer mehr wächst in ihm der Gedanke an eine eigene Familiengründung. Leider erwidern nicht alle potentiellen Kandidaten seine Zuwendung.

Und so wäre unser Kent wohl ganz einsam alt geworden, wenn nicht eines Tages Domingo Zentowski, seines Zeichens schlechtester Trendscout in ganz Maxistown, in sein Leben getreten wäre.

Begeistert ist gerade Cornwell nicht wirklich von dieser Beziehung, sieht er durch die neue Liebe doch Kents Streitlust und damit auch Regans Aggressionsabbau schwinden...

Noch weniger begeistert wäre der Herr des Hauses sicherlich, wüsste er von dem Einzugsangebot an Domingo - auch wenn dieser wenigstens einen Job vorweisen kann...