
Da steht er nun alleine in der Wüste - Ajay Loner, bisher geliebt und versorgt von seiner Mutter und nun plötzlich auf eigenen Füßen stehend... Ganz wohl fühlt er sich in dieser neuen Umgebung noch nicht, aber irgendwann ist die Zeit gekommen, in der die jungen Vögel das Nest verlassen und mutig den Weg in die Wildnis antreten - außerdem wollte Mutter Vogel ähem Loner in diesem Fall das Nest untervermieten und brauchte den Platz.
Der erste Gast kommt gleich um sofort wieder zu gehen. Ein netter Herr, der zwar klingelt und etwas von "Humble" und "Geschenk" murmelt, danach aber sofort wieder verschwindet und nur ein Päckchen zurück lässt.
Ajays Mutter hat bei der Erziehung sehr viel Wert auf Etikette gelegt und es schickt sich nun einmal nicht, sich für ein Geschenk (auch wenn man das von fremden Männern gar nicht annehmen dürfte) nicht zu bedanken.

Da Ajay ohnehin an Schlaflosigkeit leidet, die durch den Gedanken an die Vorwürfe seiner Mutter für "unangepasstes Verhalten" noch verstärkt wird, entschließt er sich dazu, den unbekannten Gönner in der Stadt zu suchen und ihm für sein Geschenk zu danken. Er wird nicht eher ruhen, bis er Mr. Humble gegenüber ausdrücken kann, wieviel ihm diese freundliche Geste bedeutet.

Doch alles, was er in dieser Nacht findet, sind eine Menge Sims, die den seltsamen Besucher zwar schon einmal gesehen haben, aber deren Interesse an einem Dankestreffen merkwürdig gering zu sein scheint. Nun gut, Ajay beschließt sich später um die seltsamen Sitten hier zu kümmern und tritt gegen Mitternacht tatsächlich den Rückweg an - geplagt von schlechtem Gewissen.

Vor seinem Häuschen wartet tatsächlich jemand - eine junge Frau in einem eleganten Kleid, die ängstlich vor einem großen Hund mit interessanter Augenfarbe zurückweicht - oder so ähnlich zumindest. Vielleicht liegt es eher an Ajays schlechtem Gewissen, dass er glücklich diese Gelegenheit zur Rettung einer hilflosen Person wahrnimmt und die junge Dame galant vor dem wilden Tier (das sich irgendwie auffällig lange mit der Mülltonne beschäftigt) in Sicherheit bringt.

Natürlich ist keine Rettung nähr als sein eigenes Haus und so sitzt Ajay wenig später mit der geretteten Aurora an einem Tisch. Zu Ajays großer Verwunderung nimmt sie sogar die von ihm angebotene Mahlzeit an und teilt sich mit ihm die Käsenudeln. Dabei hat Mama Loner immer betont, wie schlecht Ajay doch kochen könne - ob sie sich hier geirrt haben sollte?

Zum Ende des Essens nimmt sie ihren Retter sogar dankbar in die Arme und Ajay schmilzt wie Margarine in der Wüste von Strangetown. Auch wenn er weiterhin den Computer-Gönner suchen wird, muss er diese zauberhafte Frau wiedersehen.

Wirklich lange dauert es nicht, schon wenige Tage später kann Ajay seinen Wunsch erfüllen. Aurora ist tatsächlich so freundlich, ihn in ein kleines Restaurant in der Gegend zu begleiten.

Nur wenige Dates und Champagnerflaschen später ist es dann endlich soweit, zum ersten Mal in seinem jungen Leben spürt Ajay die Lippen einer Frau auf den seinen. Wenn das Mama Loner wüsste...

Immerhin scheint Aurora trotz Ajays Vorgehen (Mama hat immer gesagt, dass ein Kuss bei vierten Date viel zu früh sei) nicht abgeschreckt von ihm zu sein - der Herd, den sie ihm wenig später schenkt soll vermutlich ausdrücken, dass sie von nun an lieber privat bei ihm zuhause essen möchte...

Tatsächlich trifft sie sich nach wie vor mit Ajay, inzwischen vor allem bei ihm. Auch wenn ein solchen Verhalten nach Mamas Aussage natürlich viel zu forsch ist, ist Ajay ganz froh um den Verzicht auf Restaurants. Er sucht nämlich immer noch nach seinem Traumjob als Jurist und so langsam sind seine Ersparnisse aufgebraucht...

Die Zeit vergeht und mit ihr entwickelt sich die Beziehung zwischen Aurora und Ajay, bis sie schließlich mit gepackten Koffern vor ihm steht. Eigentlich hat er sich das alles (Hochzeit und Zusammenziehen) immer irgendwie romantisch vorgestellt, aber Aurora meint, Feiern könne man jederzeit nachholen. Gut, Mama wäre nicht begeistert, aber sie sagt schließlich auch immer, dass der Mann der Frau dienen soll oder zumindest auf das hören, was sie sagt und Aurora hat mehrfach gesagt, dass es Zeit wird.
Wenigstens bringt sie einiges an Geld mit in die Ehe.

In den folgenen Tagen lebt das junge Paar glücklich und zufrieden. Ajay hat sich inzwischen darauf verlegt, Mr. Humble im Netz zu suchen und Aurora hat immer Verständnis für seine Aktionen, zumal sie die Wartezeit gut mit Blicken in den Spiegel überbrücken kann.

Alles wäre so schön gewesen, wenn Aurora nicht irgendwann das Gefühl gehabt hätte, dass sie die Arbeit als professionelles Partygirl nicht erfüllt und sie zudem eine standesgemäßere Wohnung wünscht. In dieser Wohnung wird sie (so der Plan) dann Tiere ausbilden um so etwas "Nützliches für die Gesellschaft" zu tun.
An diesem Tag versucht Ajay sich zum ersten Mal gegen (s)eine Frau aufzulehnen. Er liebt sein Häuschen und seine Möbel und als Aurora auch noch vorschlägt vor dem Auszug alles an Interessierte zu verkaufen, sieht er Rot. Gut, es ist kein wirkliches Feuerrot, eher ein sehr blasses Rosa, aber für Ajays Begriffe ist er schon fast ziemlich wütend.

Doch Aurora wäre nicht Aurora, wenn sie ihren Willen nicht mit Argumenten durchzusetzen wüsste, denen Ajay nichts mehr entgegenzusetzen hat...

So kommt es, dass wenig später Schildchen mit Preisen an allen Möbeln kleben, nicht einmal Ajays geliebter Lamauhr bleibt dieses Schicksal erspart.
Immerhin engagiert sich Aurora wirklich und entwickelt an der Kasse und im Kundengespräch erstaunliche Fähigkeiten.

Schließlich ist wirklich alles weg - nur die Lamauhr wollte niemand käuflich erwerben. Aurora hat zwar angeordnet ähem. vorgeschlagen sie einfach in die Mülltonne zu werfen, aber das kann Ajay doch nicht über sich bringen. Sobald seine Frau an diesem Abend zur Arbeit aufbricht, nimmt er die Uhr und verstaut sie ganz unten in seiner Reisetasche. Wenn das Aurora und Mama wüssten...

Ein etwas seltsames Gefühl beschleicht Ajay dann doch, als er an diesem letzten Abend durch das leere Haus geht. Irgendwie hat er Aurora gar nicht gefragt, wo sie nun wohnen werden, aber bestimmt hat sie die richtige Wahl für beide getroffen - wo auch immer sie der Weg hinführen wird, Ajay wird ihr treu folgen...